Montag, 8. Juni 2015

Aoraki Mt Cook

Ein toller Roadtrip entlang des Lake Pukaki bringt uns ans Ende einer Sackgasse auf der Landkarte - das Mt Cook Village. Dieses Dörfchen, das weder über einen Supermarkt, noch eine Tankstelle oder auch nur eine einzige Ampel verfügt, liegt dem majestätischen Aoraki zu Füßen, den die englischen Einwanderer in Mt Cook umtauften. Heute coexistieren beide Namen.

Der Legende der Maori nach waren Aoraki und seine Brüder die Söhne des Himmelsgottes Rikinui. Sie waren auf einer Reise durch Mutter Erde, als ihr Kanu auf ein Riff auflief und kenterte.
Aoraki und seine Brüder kletterten auf den Rücken des Kanus, wo der eisige Wind sie gefror und schließlich versteinerte. Aus dem Kanu entstand die Südinsel und Aorakis Name bezeichnet den höchsten Berg darauf. Seine Brüder bilden die Südlichen Alpen.

Ich mag die Legenden der Maori :) sie erklären die Welt so fantasievoll und greifbar!

Wir bringen also unser Gepäck in die Unterkunft und schlüpfen anschließend in unsere Wanderschuhe, weil wir den Hooker Valley Track noch bei Tageslicht absolvieren wollen. Die Sonne geht bei uns zurzeit nämlich bereits zur fünften Nachmittagsstunde unter.

Der Track ist anspruchsvoll, abwechslungsreich und wunderschön. Er gliedert sich in drei Etappen, deren Beginn jeweils von einer Brücke gekennzeichnet wird. Ich finde die Brücken großartig und freue mich immer darüber, dass es Menschen gibt, die an so abgelegenen Orten ehrenamtlich Walking Tracks anlegen. Die Stege über sumpfige Stellen und Brücken über Täler und Flüsse spannen. Danke Leute, ihr seid klasse!

Fabian und ich klettern wie Bergziegen auf alle möglichen Felsen, weil wir uns auspowern wollen. Es macht einfach Spaß, draußen zu sein! 

Dazu kommt, dass der Schnee auf den Bergen wirklich prachtvoll aussieht. Nachteil ist bloß, dass die Sonne schnell weg ist, weil die Berge so hich sind >.< wir wanden trotzdem weiter. Beim Laufen wird uns sowieso warm!
Auf einer der Brücken verliert Sarah eine treue Begleiterin - Ihre Sonnenbrille. Möge sie in Frieden ruhen.

Nach zwei Stunden endet die Wanderung am Hooker Lake. Es ist so kalt, dass im See sogar Eisberge schwimmen! Wir machen eine kleine Rast, können aber nicht lange sitzen, weil das zu kühl ist.
Also Rückweg, bei dem ein fieser Nieselregen aufzieht. Vor uns fliegen tiefhängende Wolken durchs Tal, was echt klasse aussieht!

Ein dicker Pott Spaghetti lässt das Wandererherz höher schlagen und den Tag ausklingen :)

Erste Brücke im Aoraki Tal

Zweite Brücke - Sarah, Fabian, Nadja und ich

Lake Pukaki (hat eine unwirkliche Farbe, wenn Ihr mich fragt)

Schöne Botschaft auf einem Baumstumpf (Autor unbekannt)

Wow. Aoraki und seine Brüder erheben sich über dem Lake Pukaki

Bergziege Fabian

Wolken kunstvoll um die Gipfel herum drapiert

Shorty macht eine gute Figur <3

Schönes Tal 

Klettern macht Spaß 

Die Sonne verschwindet und Nebel zieht auf 
(Ja, Es ist so kalt, wie es hier aussieht)

Hooker Lake, das Ziel der Wanderung 

Eins meiner geliebten Steintürmchen <3


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