Mittwoch, 18. Februar 2015

Stinkstadt Rotorua

Rotorua, auf dem Zentralplateau der Nordinsel, schillert in allen Regenbogenfarben - und riecht leider auch so! Die ganze Region ist geothermal aktiv, wodurch heiße Quellen und blubbernde Schlamm- und Schwefelpools keine Seltenheit sind. Wir sind durch den Kaiuru-Park gelaufen, der neben wunderschön duftenden Blumen auch miefende Schwefellöcher beherbergt. Ein interessantes Kontrastprogramm. Volle Blütenpracht gleich neben gruseligen Stellen, die an einen Elefantenfriedhof erinnern...
In diesem Park haben wir die Füße in eins der natürlich beheizten öffentlichen Thermalfußbäder hinein gehalten. War angenehm warm :)

Das strenge Odeur des Schwefels, das stark an faule Eier erinnert, liegt je nach Windrichtung in der ganzen Stadt in der Luft. Für mich sehr gewöhnungsbedürftig xD

Im Waiotapu Park haben wir uns diesen Geruch in Reinkultur zu Gemüte geführt, denn hier sitzen des Teufels Badewanne dicht an dicht mit dem Höllenloch und dem Champagnerpool. All diese Namen beschreiben farbenfrohe Quellen und Erdlöcher, aus denen verschiedene Gase und Chemikalien mal blubbernd mal dampfend zu Tage treten. Ich bin wirklich beeindruckt von dem Anblick :)

Etwa zwei Stunden wandern wir durch die bunte (aber miefende!) Wunderwelt, ehe wir Richtung Taupo aufbrechen. Kurz vor dem großen See finden wir Unterschlupf auf Reid's Farm. Der gute Reid war in jungen Jahren selbst Backpacker und ist mittlerweile nicht nur in die Jahre sondern auch zu etwas Geld gekommen. Daher lässt er Backpacker und Reisende kostenlos auf einem Campingplatz auf seinem Privatgrundstück (am Waikato-River!) übernachten.

Wir finden das wirklich prima und haben daher gleich dankbar unser Lager dort aufgeschlagen :)
Der Waikato ist (bei 45 Zuflüssen) der einzige Abfluss des Lake Taupo und führt natürlich dasselbe himmelblaue Wasser wie der See selbst. Ein Traum ♡

Wir siedeln etwas oberhalb des Huka-Wasserfalls, probieren eine neue Sortierung beim Schlafen im Kofferraum aus und erzählen uns Geschichten bis spät in die Nacht.

Ich sollte die Mußestunden noch genießen, denn für morgen steht in aller Herrgottsfrühe das Tongariro Crossing auf dem Programm >.<

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