Freitag, 20. Februar 2015

Lake Taupo - Tongariro Crossing

Meine Bergsteigernatur hat Blut geleckt! Deshalb war ich gleich Feuer und Flamme als unsere zwei weiteren Reisegefährtinnen Elena und Julia vor ein paar Wochen anfragten, ob wir das Tongariro Crossing, einen 6-8 stündigen Alpintrek durch den Tongariro Nationalpark machen wollen. Im Endeffekt haben dann nur Elena und ich den Gipfel gestürmt, weil die drei anderen aus gesundheitlichen Gründen verhindert waren.

Mit 2,25 l Wasser, vier Käsebrötchen, zwei Äpfeln und ein paar Müsliriegeln als Proviant wage ich also mal wieder meine Grenzen auszutesten und mich selbst dafür mit dem legendären Ausblick zu belohnen.

Der Track beginnt sachte mit einer Stunde Marsch durch vulkanische Steppe. Elena und ich sehen uns zum ersten Mal, daher haben wir uns viel zu erzählen. Doch schon bald beginnen die Treppenstufen und uns geht dafür die Luft aus xD

Nach dem ersten Höhenmarsch passieren wir ein Wüstental (auf das wir später hinab sehen können) und steigen dann weiter den Berg rauf. Freiklettern ist angesagt, der Weg ist nur als Pfad erkennbar aber nicht mehr bearbeitet. Manchmal sind Netze verankert, um den Halt zu verbessern, doch nun gibt es nur noch den puren Naturpfad und die eigenen Hände und Füße.

Wir erreichen den Gipfel unter konzentriertem Aufstieg, weil der Boden bröckelig und steil ist. Hinzu kommt, dass es immer kälter und windiger wird je höher wir kommen. Mir fliegt einmal meine (neu erworbene) Kappe vom Kopf und wird buchstäblich vor dem Abgrund von einem anderen Wanderer gefangen - Glück gehabt! Ein paar Mal muss ich dann zurücklaufen, um sie aufzuheben, weil ich sie wegen der Tarnfarbe nie gesehen hab, wenn ich meinen Krempel aufgehoben hab xD

Nach einem Picknick auf dem windigen Gipfel erhaschen wir den ersten atemberaubenden Blick auf die Emerald Lakes - die Smaragd-Seen. Die Farbe ist wirklich klasse! Wir haben aber auch Glück mit dem super sonnigen Wetter, sodass wir prima Bilder machen können.

Der Abstieg vom Gipfel zu den Seen runter ist nur leider sehr steil und sandig, sodass unsere Füße bis zum Knöchel einsinken! Wir müssen uns entscheiden zwischen der Aussicht auf die Seen und Gucken, wo wir hintreten, um nicht den Hang hinabzurutschen - bei der Aussicht ist das echt eine schwierige Entscheidung für mich xD

Aber wir haben überlebt und sind auch nicht diejenigen, die vom Rettungshubschrauber abgeholt werden, der über uns plötzlich landet!  Munter begeben wir uns an den Abstieg und genießen noch so manchen Blick ins grandiose Panaroma des Lake Taupo bis wir nach 8 Stunden (wir sind langsam, weil wir so viele Fotos gemacht haben ^^") von unseren Feunden am Ende des Tracks mit dem Auto wieder abgeholt werden.

Voller Staub, platte Füße und todmüde - aber das war's sowas von wert!!

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